Der Entlastungsbetrag ist eine staatliche Unterstützung im Rahmen der Pflegeversicherung, der pflegebedürftige Menschen sowie deren Angehörige finanziell entlasten soll. Dabei handelt es sich um eine zweckgebundene Leistung, die insbesondere Menschen mit einem Pflegegrad helfen soll, Unterstützung im Alltag zu erhalten – sei es durch ambulante Pflegedienste, Betreuungsdienste oder haushaltsnahe Dienstleistungen.
In diesem Beitrag liefern wir Ihnen eine fundierte Entlastungsbetrag Definition, erklären die Voraussetzungen, den Antragsprozess, die Einsatzmöglichkeiten und zeigen Ihnen auf, wie Sie als pflegebedürftige Person oder pflegender Angehöriger bestmöglich von diesem Betrag profitieren können.
Die rechtliche Grundlage des Entlastungsbetrags
Der Entlastungsbetrag ist im § 45b des Elften Sozialgesetzbuches (SGB XI) geregelt. Er wurde im Zuge des Pflegestärkungsgesetzes eingeführt, um pflegebedürftige Personen bei der Alltagsbewältigung zu unterstützen. Gesetzlich steht jedem Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 monatlich ein Entlastungsbetrag von 125 Euro zur Verfügung. Wichtig: Dieser Betrag wird nicht in bar ausgezahlt, sondern steht zweckgebunden zur Verfügung.
Wer hat Anspruch auf den Entlastungsbetrag?
Die Entlastungsbetrag Definition schließt alle Personen mit Pflegegrad 1 bis 5 ein, unabhängig davon, ob sie zu Hause oder in einer stationären Einrichtung betreut werden. Im Fokus stehen jedoch vor allem Pflegebedürftige, die zu Hause leben und durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste betreut werden.
Anspruchsberechtigt sind:
Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 bis 5
Menschen, die häuslich gepflegt werden
Pflegebedürftige in stationären Wohneinrichtungen (eingeschränkte Nutzung)
Wofür kann der Entlastungsbetrag verwendet werden?
1. Leistungen von ambulanten Pflegediensten
Dazu zählen:
- Unterstützung bei der Haushaltsführung (z. B. Reinigung, Einkaufshilfe)
- Grundpflege (z. B. Körperpflege, Ankleiden, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme)
2. Betreuungsangebote
Dazu gehören:
- Einzelbetreuung bei Demenz
- Beschäftigungsangebote (z. B. gemeinsames Kochen, Spazierengehen)
- Gruppenbetreuung mit Alltagsbegleitern
3. Angebote zur Unterstützung im Alltag
Beispielsweise:
- Begleitung zu Arztterminen
- Hilfe bei Behördenangelegenheiten
- Alltagsbegleiter und haushaltsnahe Dienstleistungen
4. Tages- und Nachtpflege
Pflegebedürftige können den Entlastungsbetrag auch für eine teilstationäre Pflege nutzen.
Wie wird der Entlastungsbetrag beantragt?
Die gute Nachricht: Eine gesonderte Beantragung beim Pflegekassenantrag ist nicht nötig. Wer einen Pflegegrad hat, erhält automatisch Anspruch auf den Entlastungsbetrag.
Allerdings gilt:
Sie müssen die Leistung selbstständig in Anspruch nehmen.
– Der Anbieter (z. B. ein ambulanter Pflegedienst wie Apollo Pflegedienst) rechnet direkt mit der Pflegekasse ab oder Sie reichen Rechnungen zur Erstattung ein.
Was passiert, wenn der Entlastungsbetrag nicht genutzt wird?
Viele Anspruchsberechtigte wissen nicht, dass der Entlastungsbetrag nicht automatisch ausgezahlt wird und daher oft ungenutzt verfällt. Das muss nicht sein!
Gültigkeitsdauer:
- Der Betrag kann in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden.
- Nicht genutzte Beträge aus dem Vorjahr verfallen am 30. Juni des Folgejahres.
Entlastungsbetrag Definition für Pflegegrad 1
Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 erhalten ausschließlich den Entlastungsbetrag, da ihnen (anders als ab Pflegegrad 2) keine Pflegesachleistungen oder Pflegegeld zustehen. Deshalb ist es für diese Gruppe besonders wichtig, den Entlastungsbetrag effektiv zu nutzen, etwa für:
- Haushaltsnahe Dienstleistungen
- Unterstützung durch Betreuungsdienste
- Angebote zur Förderung der Selbstständigkeit
Welche Anbieter dürfen Leistungen über den Entlastungsbetrag abrechnen?
– Ambulante Pflegedienste (z. B. Apollo Pflegedienst)
– Nachbarschaftshilfen (wenn zertifiziert)
– Anbieter haushaltsnaher Dienstleistungen, sofern landesrechtlich anerkannt
– Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen
Vorteile des Entlastungsbetrags für Pflegebedürftige und Angehörige
Für Pflegebedürftige:
– Mehr Selbstständigkeit im Alltag
– Entlastung bei alltäglichen Aufgaben
– Soziale Teilhabe durch Betreuung und Begleitung
Für Angehörige:
– Entlastung im Pflegealltag
– Flexible Unterstützung je nach Bedarf
– Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Häufige Fragen (FAQ)
Der Entlastungsbetrag ist eine Leistung der Pflegeversicherung in Höhe von 125 Euro monatlich zur Finanzierung von Unterstützungsleistungen im Alltag. Die Nutzung ist zweckgebunden und erfolgt durch anerkannte Anbieter.
Nein. Bei Vorliegen eines Pflegegrads haben Sie automatisch Anspruch. Sie müssen jedoch aktiv Leistungen in Anspruch nehmen und mit der Pflegekasse abrechnen.
Alle Personen mit Pflegegrad 1 bis 5, die häuslich gepflegt werden oder in einer stationären Einrichtung leben (eingeschränkt).
Ja, bis zum 30. Juni des Folgejahres. Danach verfällt der nicht genutzte Betrag.
Fazit: Entlastungsbetrag Definition einfach erklärt
Die Entlastungsbetrag Definition lässt sich auf den Punkt bringen: Es handelt sich um eine wichtige finanzielle Hilfeleistung für Pflegebedürftige und deren Angehörige, um den Alltag zu erleichtern. Monatlich stehen 125 Euro zur Verfügung, die für Betreuung, haushaltsnahe Dienstleistungen und Pflegehilfen genutzt werden können. Wer den Betrag konsequent nutzt, verbessert nicht nur die eigene Lebensqualität, sondern entlastet auch pflegende Angehörige spürbar.
Als erfahrener ambulanter Pflegedienst in Ihrer Region steht Ihnen der Apollo Pflegedienst kompetent zur Seite. Wir beraten Sie umfassend zur Nutzung des Entlastungsbetrags, helfen bei der Auswahl geeigneter Leistungen und übernehmen auf Wunsch die komplette Abwicklung mit der Pflegekasse. Vertrauen Sie auf unser Know-how und lassen Sie sich entlasten – für mehr Lebensqualität im Pflegealltag.
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